Instacart Einkaufswagen mit Preisschildern und Preisänderungen.

Instacart stoppt KI-gestützte Preistests nach Kundenkritik und behördlicher Prüfung

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Instacart hat angekündigt, seine "Artikelpreistests" für Einzelhändler einzustellen. Diese Entscheidung folgt auf öffentliche Kritik und Berichte über Anfragen von Regulierungsbehörden bezüglich der Preisgestaltung auf der Lieferplattform. Das Unternehmen räumte ein, dass die Tests mit einigen Partnern "nicht den Erwartungen einiger Kunden entsprachen".

Wichtige Erkenntnisse

  • Instacart beendet sofort alle "Artikelpreistests" unter Verwendung seiner Eversight KI-Technologie.
  • Die Tests führten zu unterschiedlichen Preisen für denselben Artikel im selben Geschäft für verschiedene Kunden.
  • Verbraucherschutzgruppen hatten zuvor berichtet, dass Preise um bis zu 23 % variieren konnten.
  • Die Federal Trade Commission (FTC) hatte Berichten zufolge eine zivilrechtliche Untersuchung eingeleitet.
  • Instacart hat kürzlich eine separate Strafe von 60 Millionen Dollar von der FTC wegen irreführender Praktiken beglichen.

Hintergrund der Preistests

Die Kontroverse um die Preisgestaltung auf Instacart begann Anfang Dezember, als mehrere Verbraucherschutzorganisationen einen Bericht veröffentlichten. Darin wurden Beispiele für stark abweichende Preise für identische Artikel aufgeführt, die von verschiedenen Kunden zur gleichen Zeit im selben Geschäft gekauft wurden. Laut dem Bericht von Groundwork Collaborative, "Consumer Reports" und More Perfect Union konnten die Preisunterschiede bei einigen Artikeln bis zu 23 % betragen. Über eine Stichprobe von 437 Käufern in vier Städten hinweg stellten die Gruppen eine durchschnittliche Preisabweichung von 7 % fest.

Regulatorische Reaktionen und frühere Probleme

Kurz nach der Veröffentlichung der Testergebnisse soll die Federal Trade Commission (FTC) eine zivilrechtliche Untersuchungsaufforderung an Instacart gesendet haben, um weitere Informationen über die Eversight-Software zu erhalten. Die FTC äußerte sich besorgt über die berichteten Praktiken. Dies geschah nur wenige Tage, nachdem Instacart zugestimmt hatte, 60 Millionen Dollar zur Beilegung einer anderen Klage der FTC zu zahlen. In dieser Klage wurde Instacart beschuldigt, "irreführende Taktiken zur Täuschung von Verbrauchern" angewendet zu haben, darunter die automatische Anmeldung zu Abonnements ohne ausreichende Zustimmung und die Verschleierung von Gebühren und Rückerstattungsoptionen.

Instacarts Reaktion und zukünftige Preisgestaltung

In einer Erklärung gab Instacart an, dass die "Artikelpreistests" mit der Eversight-Technologie eingestellt werden. Das Unternehmen betonte jedoch, dass Einzelhändler weiterhin ihre eigenen Preise auf der Plattform festlegen werden. Dies bedeutet, dass Preisunterschiede für denselben Artikel weiterhin möglich sind, da Instacart erklärt hatte, dass Einzelhändler die Preisgestaltung kontrollieren und das Unternehmen bestrebt sei, die Online- und In-Store-Preise anzugleichen, wo immer dies möglich sei. Instacart fügte hinzu: "Wir haben das Kundenfeedback sorgfältig geprüft und verstehen, dass diese Tests ihre Erwartungen nicht erfüllt haben. Zu einer Zeit, in der Familien hart daran arbeiten, ihre Lebensmittelbudgets einzuhalten, sollten Kunden niemals die Preise in Frage stellen müssen, die sie auf Instacart sehen."

Quellen

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