Kaja Ringert von Tales&Tails: “Man wird gezwungen, ständig Neues zu lernen”

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Kaja Ringert, Gründerin von Tales&Tails, einem Shop für Tierernährung, teilt in einem Interview Einblicke in ihren Startup-Alltag. Sie betont die ständige Notwendigkeit zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln, was sie als eine der größten Überraschungen des Gründerdaseins hervorhebt. Ringert gibt praktische Tipps zu Arbeitsorganisation, Teamfindung und dem Umgang mit Herausforderungen.

Key Takeaways

  • Der Startup-Alltag ist selten "normal" und erfordert Flexibilität und Improvisation.
  • Persönliche Weiterentwicklung und das Überwinden eigener Grenzen sind zentrale Aspekte des Gründens.
  • Hilfe anzunehmen und Aufgaben zu delegieren stärkt das Startup.
  • Herzblut und die gemeinsame Mission sind entscheidend bei der Mitarbeitersuche.
  • Ausprobieren, lernen und anpassen sind wichtiger als Perfektion.

Ein typischer Startup-Tag

Ringerts Tag beginnt oft mit einem Spaziergang mit ihrem Hund, um den Kopf freizubekommen. Nach einem Kaffee und einem Blick auf die To-do-Liste versucht sie, die wichtigste Aufgabe zuerst zu erledigen. Sie räumt jedoch ein, dass der Tag selten nach Plan verläuft, was aber gerade den Reiz ausmacht.

Abschalten vom Gründerleben

Um nach der Arbeit abzuschalten, setzt Ringert auf Aktivitäten im Freien wie Spaziergänge oder Laufrunden mit ihrem Hund. Sport hilft ihr ebenfalls, den Kopf freizubekommen. Besonders wichtig ist ihr die Zeit mit Freunden, um nicht nur als Gründerin wahrgenommen zu werden und einfach Spaß zu haben.

Was sie gerne vor der Gründung gewusst hätte

Ringert hätte nicht erwartet, wie stark das Gründen die persönliche Entwicklung fördert. "Man wird gezwungen, ständig Neues zu lernen, über den eigenen Schatten zu springen und Dinge zu machen, die man sich vorher nie zugetraut hätte", erklärt sie. Diese ständige Weiterentwicklung sei nicht nur für sie, sondern für das gesamte Team prägend.

Größte Hürden und Fehler

Zu Beginn unterschätzte sie das Chaos und die Komplexität des Startup-Alltags. Sie lernte, dass Flexibilität und Humor entscheidend sind, um die Freude nicht zu verlieren. Ein weiterer Fehler war, anfangs alles alleine machen zu wollen. Heute weiß sie, dass das Annehmen von Hilfe und das Delegieren von Aufgaben das Startup stärken.

Mitarbeiter finden und Teamstimmung

Bei der Mitarbeitersuche zählt für Ringert neben Können vor allem "Herzblut" und die Identifikation mit der Mission. Sie sucht Menschen, die sich weiterentwickeln wollen. Um die Stimmung im Team hochzuhalten, setzt sie auf ein gemeinsames Miteinander bei der Arbeit, regelmäßige Teamevents und die Förderung von Sportangeboten. Mitarbeiter-Benefits wie flexible Arbeitszeiten und Homeoffice tragen ebenfalls zur Wertschätzung bei.

Das wildeste Startup-Erlebnis

Ein besonders wildes Erlebnis war ganz am Anfang, als die Ware in einer kleinen Garage verpackt und versendet wurde. Ein ungeplanter LKW-Besuch im Wohngebiet sorgte für Unmut bei den Nachbarn, und die Ware musste bei Hitze auf der Straße abgeladen und etikettiert werden – das Ordnungsamt schaute ebenfalls vorbei. Dieses chaotische, aber auch humorvolle Ereignis bleibt ihr in Erinnerung.

Tipp für Gründer:innen

Ringerts Rat an andere Gründer:innen lautet: "Einfach mal ausprobieren!" Sie betont, dass nichts perfekt sein wird und es besser ist, zu starten, zu lernen und anzupassen. Sie ermutigt dazu, Hilfe zu suchen, Fragen zu stellen und von anderen zu lernen, da niemand ein Startup allein schafft. Humor sei ebenfalls ein wichtiger Begleiter.

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