Floridas Gesetzgeber prüft eine wegweisende Gesetzgebung, die als "KI-Grundrechte" bekannt ist und darauf abzielt, den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz zu regulieren. Der Gesetzentwurf, der vom republikanischen Senator Tom Leek eingebracht wurde, spiegelt die Prioritäten von Gouverneur Ron DeSantis wider und zielt darauf ab, Transparenz zu fördern und Verbraucher zu schützen, während die KI in Medien und Wirtschaft immer präsenter wird.
Wichtige Eckpunkte
- Regulierung von KI-Chatbots, insbesondere im Hinblick auf Minderjährige.
- Schutz der persönlichen Daten und des Rechts am eigenen Bild von Floridianern.
- Festlegung von Transparenzanforderungen bei der Interaktion mit KI.
- Abgrenzung der staatlichen Regulierung von KI von der Bundespolitik.
Schutz von Minderjährigen vor KI-Chatbots
Ein zentraler Aspekt des Gesetzentwurfs ist der Schutz von Minderjährigen. KI-Chatbots dürfen mit Minderjährigen nur mit elterlicher Zustimmung kommunizieren. Es sind Vorkehrungen gegen jugendgefährdende Inhalte vorgesehen, und es muss mindestens stündlich eine Erinnerung erfolgen, dass der Nutzer mit einer KI interagiert und eine Pause einlegen sollte. Dies baut auf bestehenden Gesetzen auf, die Altersgrenzen für die Nutzung sozialer Medien und die Altersverifizierung auf Seiten mit expliziten Inhalten festlegen.
Eltern können der Teilnahme ihrer Kinder zustimmen, müssen aber über alle Interaktionen informiert werden. Sie können auch die Nutzungsdauer und -zeiten begrenzen. Bei Aufforderung durch die Eltern oder den Minderjährigen selbst müssen die Konten innerhalb einer bestimmten Frist gekündigt werden. Plattformen, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, können mit Zivilklagen und erheblichen Geldstrafen von bis zu 10.000 US-Dollar für geschädigte Minderjährige sowie potenziellen Strafen von bis zu 50.000 US-Dollar pro Verstoß durch die Generalstaatsanwaltschaft rechnen.
Schutz der Privatsphäre und Transparenz für alle
Der Gesetzentwurf verbietet auch die kommerzielle Nutzung von Namen, Bildern und Ähnlichkeiten von Floridianern durch KI ohne deren Zustimmung. Wenn Verbraucher mit einer KI interagieren oder wenn KI in politischen Mitteilungen eingesetzt wird, sind Offenlegungen erforderlich. Dies gilt für alle Altersgruppen, nicht nur für Minderjährige. Nutzer müssen zu Beginn und mindestens stündlich darüber informiert werden, dass sie mit einer KI und nicht mit einer Person interagieren.
Abgrenzung zur Bundespolitik und staatliche Souveränität
Gouverneur DeSantis und Senator Leek positionieren sich mit diesem Gesetzentwurf potenziell gegen die Bestrebungen von Präsident Donald Trump, der Schritte unternimmt, um die Rechte der Bundesstaaten zur Regulierung von KI einzuschränken. DeSantis argumentiert, dass die Regulierung von KI durch die Bundesregierung eine Überdehnung darstellt und es Technologieunternehmen erlaubt, unkontrolliert zu agieren. Er betont die Bedeutung der Selbstverwaltung, um diese Technologien produktiv zu nutzen.
Weitere Bestimmungen
Der Gesetzentwurf würde staatlichen Stellen ab dem 1. Juli 2026 verbieten, Verträge mit KI-Anbietern abzuschließen, die sich im Besitz von "ausländischen Ländern von Belang" befinden oder von diesen kontrolliert werden. Er definiert auch klar, was als "Companion Chatbot" gilt und schließt einfache Sprachassistenten oder Kundenservice-Bots aus.
Quellen
- Tom Leeks ‘AI Bill of Rights’ in Florida Legislature | WNDB, WNDB – News Daytona Beach.
- AI ‘Bill of Rights’ filed in the Florida Senate, Orlando Weekly.